Innen- und Außenbewegung

Im Körper bewegen sich - nach außen nicht direkt sichtbar - die Stoffvorgänge wie Atmung, Bluttransport, Organtätigkeiten sowie vom Seelischen angeregte Prozesse – wir nennen diese Ebene die Innenbewegung.

Nach außen sichtbar ist die motorische Bewegung – die Außenbewegung.

Innen- und Außenbewegung stehen in ständiger wechselseitiger Beziehung zueinander. Hier zwei Beispiele:

Ob die Atmung belebt und ruhig fließt oder ob sie kurz und hektisch verläuft, ist im äußeren Bewegungsablauf sichtbar. Ein Reiben oder Beleben der Gliedmaßen von außen wiederum wird sowohl die Atmung vertiefend als auch die Durchblutung und damit den Kreislauf anregend die Innenbewegung beleben.

Ein immer feineres Zusammenwirken von Innen- und Außenbewegung lässt die Bewegung fließender, freier, belebter, lebendiger und damit ausdrucksvoller und beseelter in Erscheinung treten. Die Bewegung wird sich dem Betrachter natürlicher und authentischer zeigen.

Üben an der Wahrnehmung der Innenbewegung und ein Bereitsein, die Beeinflussung auf die Außenbewegung geschehen zu lassen, diese zu integrieren anstatt sie willentlich oder aktiv zu zwingen, ist für viele Menschen unserer heutigen Zeit ein wichtiges Lernfeld. Es bedeutet, an empfänglichen, rezeptiven, abwartenden, hin lauschenden Qualitäten zu üben. Eine Möglichkeit des Übens bietet das Arbeiten an dem Entfalten des Atems, seinen Atemräumen mit ihren unterschiedlichen Qualitäten.

Inspirierendes