Schwer - und Aufrichtekräfte

In der Bewegung geht es immer darum, den Raum schaffenden Anteil unseres Körpers, die Knochen, und den Bewegungsfreiheit schaffenden Anteil, die Gelenke, so günstig zueinander zu stellen, dass die Körperstruktur der Erdanziehungskraft wenig Angriffspunkte bietet und so dem mechanischen Gesetz des geringsten Energieaufwandes entspricht. Die direkteste Linie, über die sich der Druck vom Boden aus über das Körpersystem gegen die Schwerkraft nach oben hin fortsetzt, heißt Transportlinie. Über sie wirkt die der Schwerkraft entgegen wirkende Aufrichtekraft.

Gleichzeitig wird die umgebende Struktur, das Bindegewegbe, die Muskeln, Nerven- und Blutgefäße, etc. aufgespannt, so dass, die Zugkräfte im Körper Raum und Weite schaffen. So werden wiederum die Knochen und Gelenke aufgespannt wie die Stäbe eines Zeltes über die Seile und die Zeltplane druckentlastet und stabil werden.

Gelingt die optimale Ausrichtung in die Aufrichtung, kann sich Muskulatur von Haltearbeit entlastet, entspannen. Dadurch kann sie in einer hohen, flexiblen arbeitsbereitschaft sein. Die muskuläre und bindegewebig elastische Regulierung fördert eine Durchlässigkeit im Körper, die oft als Leichtigkeit in der Bewegung wahrgenommen wird.

Forschen nach dieser Transportlinie und sich im Einklang mit ihr bewegen zu lernen sowohl in der eigenen, freien Bewegung oder in gegebenen Bewegungsabläufen bis in den Alltag hinein ist Inhalt des Unterrichts.

Nicht zuletzt an dieser Stelle flechten sich die Ansätze der Spiraldynamik®, die der Biotensegrität wie natürlich in den Bewegungsansatz von Dore Jacobs ein.

 

 

Inspirierendes